Stand Januar 19, aktualisiert Dezember 21

Lebensmittel

In den grösseren Orten gibt es grosse Supermärkte, wo das meiste gekauft werden kann. In den grossen Städten gibt es auch Shoping Mals mit einem Angebot von Europäischen Waren. Auf dem Land existieren nur die kleinen Lädeli, die zwar auch „supermercado“ heissen, die aber nur ein sehr begrenztes Angebot haben man, meist aber lokale Frischwaren. Die tollen Märkte haben wir vergeblich gesucht, das scheint der Vergangenheit anzugehören.

Wasser

Trinkwasser ist an den meisten Campingplätzen verfügbar, die Qualität ist nicht immer perfekt. Die staatliche Wasserversorgung OSE bietet an vielen Orten ebenfalls gratis häufig gute Trinkwasserqualität an. Die Tankstellen verfügen immer über einen Wasseranschluss mit Trinkwasser, der gratis ist.

Diesel

Das Tankstellennetz ist sehr dicht, ein Zusatztank ist für Uruguay definitiv nicht notwendig. Der Diesel kostet im ganzen Land gleichviel und scheint staatlich, sozialistisch organisiert zu sein. Wir erlebten einen Streik der Tanklastwagenfahrer, dadurch war innerhalb eines Tages das gesamte Land ohne Diesel. Offensichtlich hängt alles von einer staatlichen Organisation ab. Die Qualität ist für moderne Motoren gut geeignet. Der Schwefelgehalt ist bei der günstigen Sorte bei 50ppm und bei der teureren Sorte bei 10ppm.

Geld

Die Währung, uruguayische Peso, UYU, ist einfach zu erhalten und frei konvertierbar. Der Kurs ist etwas günstiger, wenn man in Wechselstuben USD in UYU tauschen kann. ATMs hat es in den meisten Ortschaften. Die Kreditkarten werden eigentlich überall ausser in den kleinen Dorfläden akzeptiert.

Standplätze

Freistehen ist eigentlich überall möglich und mindestens geduldet, ausser da, wo es Viehzucht hat, weil dann alles eingezäunt ist. iOverlander hat auch in diesem Land einige gute Plätze eingetragen. Campingplätze gibt es sehr viele, meist jedoch extrem laut. Offensichtlich ist der Campingplatz für die Einheimischen eine Openairdisco. Laute Musik bis in den Morgen sind meist an der Nachtordnung.

Internet

2021 reisten wir mit Antel durch Uruguay. Die Netzabdeckung war hervorragend, wir hatten praktisch auf unserer gesamten Reise 3G-Empfang, zusätzlich war das Spezialangebot sehr gut für uns. Diese Angebote wechseln dauernd und sind am besten in einer lokalen Vertretung zu erfahren, da sie häufig noch gar nicht auf der Internetseite des Providers sind.

Die Internetabdeckung ist vorbildlich, wir hatten fast überall Netz. Der Kauf einer Prepaid SIM-Karte ist vergleichbar einfach, wie immer mit dem Vorweisen des Passes. Wir arbeiteten mit Movistar und waren sehr zufrieden. Während unserer Reisezeit gab es ein Angebot für 250 UYU während zehn Tagen 40GB.

Strassen

Die Strassen sind weitgehend sehr gut. Die ungeteerten Strassen werden zunehmend weniger. Die touristischen Orte können meist ohne Allrad befahren werden. Die einsamen Orte sind wie überall auf der Welt nur mit entsprechenden Fahrzeugen zu erreichen. Es gibt viele grosse Nationalstrassen auf denen Gebühren kassiert werden. Diese Gebühren sind erheblich, dafür muss man als Reisender keine Strassengebühren im Allgemeinen bezahlen.

Unsere persönlichen Highlights

  1. Laguna de Rocha (tolle Süss- und Salzwasserlagune) S34° 40.943′ W54° 17.010′
  2. Laureles-Tacarembo (Panoramastrasse) S31° 21.352′ W55° 52.228′
  3. Laguna Mirim (grösste Lagune, sehr einsam) S33° 11.550′ W53° 39.591′
  4. Montevideo (Altstadt) S34° 54.265′ W56° 12.632′
  5. Estancia (Leben auf einer alten Estancia) S32° 35.841′ W56° 37.908′
  6. Nac. Quebrada de los Cuervos (schöne Wanderung) S32° 54.399′ W54° 26.831′
  7. Valle de Lunarejo (Flusslandschaft) S31° 11.428′ W55° 53.958′
  8. Colonia (Altstadt) S34° 28.051′ W57° 51.016′
  9. Nac. De Santa Teresa (Standplatz am Mirador) S34° 00.051′ W53° 32.122′
  10. Balneario am zweiten See (idyllischer Platz) S31° 39.766′ W55° 57.301′

Unsere Highlights sind auf der Routenkarte als Wegpunkte H01 – H10 eingetragen.

Vorschriften für schwere Motorwagen

Auf dem LkW muss ein „80“-Schild angebracht werden. Auf den Seiten müssen gut sichtbare Reflektoren vorhanden sein. Wir hatten weder an der Grenze noch an den Polizeikontrollen je eine Anmerkung, dass irgendetwas an unserem Gefährt nicht den örtlichen Vorschriften entsprechen würde. Die Polizei hat uns während unseres Aufenthalts in Uruguay kein einziges Mal speziell angehalten. Die normalen Polizeikontrollen passierten wir immer anstandslos und mit äusserst freundlichen Beamten.

Grenzformalitäten

Grenzübertritt von Argentinien nach Uruguay

Uruguay verlangt von den Reisenden:

  • Eine vollständige Impfung gegen Covid19, die nicht älter als 9 Monate und nicht jünger als 14 Tage ist.
  • Eine PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist
  • Ein ausgefülltes Einreise-Formular

Den PCR-Test absolvierten wir gegen Voranmeldung und Einschreibung im Spital von Chivilcoy. Wir mussten leider dann über eine Stunde warten, bis wir an die Reihe kamen, da eine ganze Gruppe von Jugendlichen zurück von Bariloche kam und sich testen lassen musste, wobei etwa 20% infiziert waren. Der Test war ausführlich (drei Abstriche), aber nicht unangenehm. Und er war absolut kostenlos. Das Resultat erhielten wir unterwegs zur Grenze etwa 36 Stunden später, wir druckten es sicherheitshalber aus.

An der Grenze mussten wir etwa 30 Minuten warten, bis wir den Brückenzoll bezahlen konnten und anschliessend, weil die Kapazitäten nicht ausreichend waren. Erst beim Einreiseschalter erfuhren wir, dass wir das Online-Formular ausfüllen hätten müssen. Wir konnten das App «Coronavirus UY» am Kiosk mit WIFI runterladen und ausfüllen. Die Zöllner waren alle sehr hilfsbereit und freundlich. Die Kontrolle von Globi war sehr genau, sämtlich Kasten wurden überprüft und sogar Stauklappen geöffnet. Selbstverständlich wurde auch Ernstli besichtigt und geprüft. Die ganze Prozedur in Fray Bentos dauerte gut drei Stunden. Wichtig ist zu wissen, dass am Zoll kein QR-Code gelesen werden kann. Unser Covid-Zertifikat wurde auf dem Handy nicht akzeptiert. Also wichtig alle Dokumente ausdrucken, auch das Einreiseformular! Ab 11.12.2021 sind wieder alle drei Brücken zwischen Uruguay und Argentinien in beide Richtungen offen.

2019 sind wir in Montevideo mit dem Schiff eingereist. Da wir mit Globi auf dem Frachtschiff waren, zählte Globi zolltechnisch als unser Handgepäck, so dass es eine viel einfachere Zollabfertigung gab. Wir wurden von einer Vertreterin der Agentur durch alle Büros und Abfertigungen begleitet, was natürlich sehr angenehm war.

Abfertigungsdauer: 1.5h
Visakosten für 2 Personen YUY 0.00
Schlepper: YUY 0.00
Fotokopien: YUY 0.00
Roadtax Globi: YUY 0.00
Roadtax Ernstli: YUY 0.00
Versicherung für ganz Mercosur: USD 788.00 p.a. Muss vor dem Zollübertritt abgeschlossen und bestätigt sein.
Weitere Gebühren wurden am Zoll nicht erhoben.

Unsere Statistik

Tagesausgaben für 2 Personen:

Food
Alkohol
Nonfood
Kleider
Exkursionen
Restaurant
Standplätze
Transport
Internet / Tel
Gebühren
Gesundheit
Diesel
CHF 25.31
CHF 5.13
CHF 0.19
CHF  0.00
CHF  16.46
CHF  1.24
CHF  5.22
CHF  0.00
CHF  1.55
CHF  1.98
CHF  0.00
CHF  1.25/L

Persönliche Beobachtungen

Obwohl Uruguay bekannt ist für das beste Rindfleisch weltweit, ist uns aufgefallen, dass jedermann und bei jeder Gelegenheit fischen geht. Dies scheint ein absoluter Volkssport zu sein. An Feiertagen sind die Einwohner sehr laut, Musik wird in der stärksten Lautstärke bis zum anderen Morgen gespielt. Das Lärmempfinden ist definitiv deutlich vom europäischen abweichend.